BlockchainToGo

BlockchainToGo wurde von APILANi gegründet als Initiative mit dem Ziel, die Blockchain-Technologie für jederman verständlich und einsetzbar zu machen. Dabei sollen v.a. Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und Sinnhaftigkeit auf den Prüfstand gestellt werden.

Die "Blockchain" ...

 

ist eine verteilte Datenbank, in der aufeinanderfolgende Geschäftsvorfälle (Transaktionen) wie Perlen auf einer Schnur aufgereiht werden. Reißt die Schnur an einer Stelle, so ist die gesamte Kette kaputt.

 

Zu jedem Geschäftsvorfall gehören mindestens zwei Beteiligte (Akteure). Ein neues Glied in der Kette entsteht immer dann, wenn sich mindestens zwei Akteure bzgl. eines Geschäftsvorfalles einigen müssen. Sie tun dies entsprechend einem vorher festgelegten Konsens-Mechanismus. Ob ein neuer Geschäftsvorfall tatsächlich in die Blockchain eingefügt wird, ergibt sich durch die Verifikation des Konsens-Mechanismus, worauf wir im Folgenden noch kommen werden. 

 

Nicht nur der Inhalte einer Transaktion, sondern vor allem auch die Reihenfolge aufeinanderfolgender Transaktionen ist essentiell und unbedingt eineindeutig und nachträglich unveränderbar festzuhalten. Nur so ist die Blockchain vor Missbrauch geschützt.

Was bringt mir das?

 

Nehmen wir den Aktienhandel: Wenn mir die Blockchain erlaubt, die Transaktion-2 (Verkauf der Aktien) vor der Transaktion-1 (Kauf der Aktien) durchzuführen, dann könnte ich Aktien verkaufen, die ich gar nicht besitze. Ein Chaos unsäglichen Ausmaßes wäre die Konsequenz.

 

Deshalb spielt die Reihenfolge der Buchungen eibe wichtige Rolle. Und deshalb müssen alle beteiligten Akteure eines Geschäftsvorfalls zusammen sowohl die Datenintegrität als auch die richtige Reihenfolge der Buchungen gewährleisten.

 

Die Blockchain ist vor nachträglichen Änderungen geschützt. Ist das gut oder schlecht? Welche Konsequenzen ergeben sich daraus? Darüber sprechen wir später.

Endlich frei ...

Warum und wer wollte die Blockchain überhaupt haben?

Die üblichen Diskussionen über den Sinn der Blockchain werden angefeuert durch den Wunsch selbstbestimmt zu agieren. Wir brauchen keine Kontrollinstanz, die uns sagt, wann eine Transaktion richtig ist. Wir brauchen auch keine Bank, die bei jeder Geldtransaktion mitverdient und zudem auch noch bestimmt, wie lange der Transfer der Transaktion dauert. Das muss doch im Zeitalter der Digitalisierung anders ablaufen.  

 

Wenn wir es schaffen, als Gemeinschaft Konsens zu erreichen, dann können wir den "Intermediär" abschaffen. Dann verdient niemand mehr mit an unseren bilateralen Geschäftshandlungen.

 

Die "Blockchain" oder besser gesagt die "Blockchain-Technologie" (es gibt ja nicht nur eine Blockchain) wirkt also befreiend. Endlich können die Akteure einer Geschäftshandlung selbst bestimmen, nach welchen Regeln sie Geschäfte machen wollen. Es gibt keine übergeordnete Instanz, die die Regeln vorgibt und somit am Geschäftsprozess monetär beteiligt werden muss.

 

Der Preis der Freiheit ...

 

Ist der Intermediär nur schlecht? Zugegeben, die Bank verdient immer mit, aber sie gibt den jeweiligen Akteuren auch das Gefühl der Sicherheit durch das Vertrauen, das sie als Intermediär genießt (sich erarbeitet hat). Niemand zweifelt schließlich daran, dass eine Aktie in meinem Depot auch tatsächlich vorher von mir über die Bank gekauft und bezahlt wurde, da sie sich ja sonst nicht in meinem Depot befände.

DSGVO und Blockchain